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 Peloias - Der blinde Seher

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skeygeta

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Alter : 29
Ort : Pforzheim

BeitragThema: Peloias - Der blinde Seher   Sa Jun 25, 2011 7:55 am

Peloias
--------------------

Name: Peloias Sila

Alter: 24 Jahre

Charakter: pazifistisch, verschlossen, gütig, gläubig, bescheiden, intelligent, sanft, erwachsen, glaubt stets an das gute in jedem Wesen, lebt nach den Tugenden der Kirche, hilfsbereit, schreckhaft, wortkarg, ängstlich, vorsichtig

Besonderheiten: Vegetarier, blind, spürt Emotionen wenn er einem Wesen nah genug steht oder es berührt, sieht in seinen Träumen, träumt von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, durch die Blindheit stark geschärfte Sinne: Haut

Familie: Ameliah Sila (Mutter, verstorben), Loreng Sila (Vater, verschollen)




Zuletzt von skeygeta am Di Nov 08, 2011 10:42 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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skeygeta

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BeitragThema: Re: Peloias - Der blinde Seher   Sa Jun 25, 2011 7:56 am

Kapitel 1 - Das Kuckuckskind


Einst lebte eine junges Paar in den Wäldern von Floran. Er, dessen Name Loreng Silas war, war ein Jägersmann der außer seinem Haus nicht viel besaß. Dennoch war sein Herz voller Frohsinn denn mit seiner Gattin Ameliah, hatte er sein Glück fürs Leben gefunden. Beide waren gottesfürchtige Menschen, die der weißen Kirche angehörten und der Göttin Einhasad Treue und Tugendhaftigkeit schworen.

Doch etwas trübte ihr Glück. Sowohl Loreng als auch Ameliah wünschten sich nichts mehr, als ein Kind - am liebsten einen Sohn, der stattlich sei, wie der Vater und gütig, wie die Mutter. Jahrelang versuchten die beiden ihren Kinderwünsch zu erfüllen, doch nichts geschah. Und auch Ameliahs Gebete schienen ohne Wirkung zu bleiben. Trauer und Enttäuschung erfüllte die Herzen des Paares, das bald die Hoffnung auf Nachwuchs aufgab.

Doch dann geschah schließlich ein Wunder. Loreng war zur Jagd aus, als Ameliah des Abends noch in den Wald aufmachte, um einige Beeren zu sammeln. An einer Lichtung, die sie sonst kannte, wie ihr eigenes Haus, bemerkte sie plötzlich eine heiße Quelle, die sie dort zuvor noch nie gesehen hatte. Erfreut über die Wärme und den betörenden Duft der Quelle, beschloß sie, dort ein Bad zu nehmen, doch das warme Wasser entspannte sie so sehr, dass sie dabei in Schlaf verfiel.
Als sie wieder erwachte, stellte sie erschrocken fest, dass bereits der Morgen angebrochen war, sie nackt im Graß der Lichtung lag und die heiße Quelle spurlos verschwunden war. Hatte sie alles nur geträumt? fragte sie sich und suchte schnell ihre Kleider zusammen um nach Hause zu eilen.
Als Ameliah an ihrem Haus ankam, lief Loreng, der seine Frau die ganze Nacht verzweifelt gesucht hatte, bereis entgegen und schloß sie fest in die Arme. Ameliah erzählte ihm, was geschehen war, doch Loreng glaubte nicht das plötzliche Auftauchen und Verschwinden einer Quelle. Er schob Ameliahs Erlebnis auf Überanstrengung und tadelte sie dafür, dass sie so unvorsichtig gewesen war, so spät noch allein in den Wald zu gehen.

Bald darauf war der Streit vergessen und Ameliah wurde wider Erwarten schwanger. Als ihnen schließlich ein Sohn geboren wurde, gab Ameliah ihm den Namen Peloias , "Der, der Wunder wirkt, gesandt von Gott". Ein Name der die Dankbarkeit an die Götter ausdrücken sollte. Und auch wenn Peloias blind geboren wurde, war das Paar überglücklich über ihren Sohn und liebte ihn aus tiefstem Herzen.
Doch das junge Glück sollte nicht lange anhalten. Denn je mehr Peloias heranwuchs, je mehr Probleme tauchten auf. Der Junge war klug, sanftmütig und ähnelte seiner Mutter sehr. Doch gleichzeitig hatte er keinerlei Ähnlichkeit mit seinem Vater, entsprach eher dessen kompletten Gegenteil. Außerdem wurde der Sohn von Tag zu Tag seltsamer. Obwohl er von Geburt an blind war, erzählte er von Träumen in denen er die Welt sehen konnte. Manchmal erzählte er sogar von Dingen, die lange vor seiner Geburt wirklich geschehen waren und einige Male kam es vor, dass er ein Unglück in seinen Träumen sah, das kurz darauf wirklich geschah. Loreng wurde immer misstrauischer - war Peloias wirklich sein eigen Fleisch und Blut? Oder hatte seine Frau gar Ehebruch begannen, in jener Nacht, da sie nicht nach Hause gekommen war und ihm diese seltsame Geschichte erzählt hatte, von einer Quelle die gar nicht zu existieren schien? Waren die Seltsamkeiten seines vermeindlichen Sohnes vielleicht eine Strafe der Götter, die sie Ameliah für ihren Ehebruch auferlegt hatten? Zweifel und Eifersucht wuchsen in Loreng heran, der den Gedanken nicht ertragen konnte, dass seine geliebte Frau vielleicht den Samen eines anderen Mannes empfangen hatte und er nun dessen Frucht aufziehen könnte, mit dem Glauben sie sei seine eigene. Doch das wollte Loreng nicht glauben.
Loreng verdrängte seine Zweifel so gut er konnte und die Jahre vergingen während Peloias zu einem jungen Mann heranreifte. Und obwohl Lorengs Misstrauen viele Probleme in die Ehe zwischen ihm und Ameliah gebracht hatte und ihre Liebe auf die eine oder andere Probe gestellt hatte, lebte die Familie friedlich. Zumindest bis zu jenem verhängnisvollem Tage, den Peloias später nie mehr vergessen würde.
Es war der 17. Geburtstag des Jungen, der schon früh in die Kirche nach Dion aufgebrochen war, um seine Weihe zum Manne zu erhalten.
Währenddessen war Loreng auf der Jagd gewesen, denn er wollte an diesem besonderen Tag auch etwas besonderes für seine Familie auf den Tisch bringen. Gerade hatte er einen prächtigen Bären vor seinen Pfeil bekommen, als ihm plötzlich der Rauch hinter einigen Bäumen auffiel. Loreng runzelte die Stirn und folgte dem Rauch, bis er zu einem kleinen Zelt mitten im Wald kam. Vorsichtig trat er ein. Im Inneren des Zeltes, saß eine Frau auf einem Samtkissen, die Augen mit schwarzer Seide verbunden, auf den vollen, rot bemalten Lippen ein Lächeln.
"Tritt ein Bursche, du bist verwirrt wie ich sehe…Soll Dira euch die Zukunft weisen? Oder euch enthüllen was euch lang im Verborgenen blieb?" Loreng überlegte kurz, dann aber antwortete er, dass er von Wahrsagern nicht viel hielt, entschuldigte sich für die Störung und schickte sich an, das Zelt wieder zu verlassen. Als die Wahrsagerin jedoch wieder sprach, hielt er inne. "Gibt es nichts, was euch auf dem Herzen liegt? Nichts im Dunklen, über das ihr schon immer Klarheit wolltet?". Loreng dachte an Peloias - seinen Sohn. Oder vermeindlichen Sohn. Er zögerte noch einen Moment, dann nahm er vor der Wahrsagerin Platz, drückte ihr einige Münzen in die Hand und stellte seine Frage.

Als Loreng das Zelt der Wahrsagerin wieder verließ schwoll unbändiger Zorn in seiner Brust heran. xxs Antwort war eindeutig gewesen: Loreng konnte keine Kinder zeugen. Schlagartig waren ihm Erinnerungen der letzten Jahre in den Sinn gekommen. Amelihas Eheversprechen, ihr Treueschwur, all die gemeinsamen Jahre in denen er alle getan hatte, in denen er nur gelebt hatte um sie und seine Familie glücklich zu machen. Seine Familie? Nein, IHRE Familie. Peloias war nicht sein Sohn. Peloias konnte nicht sein Sohn sein. Er war kein Geschenk der Götter, sondern ein Fluch der aus Ameliahs Lügen geboren worden war.
Blind vor Wut eilte er zurück zu seinem Haus, riss die Tür auf und brüllte auf die erschrockene und sichtlich verwirrte Ameliah ein. Eine Hure sei sie, ein verlogenes Stück! Doch Ameliah verstand nicht, was Loreng von ihr wollte. Sie wich zurück vo ihrem Mann, den sie noch nie so in Rage erlebt hatte. Sie wimmerte und beteuerte, dass sie nie einen anderen Mann geliebt und berührt hatte außer ihn. Ameliahs Leugnen schürte Lorengs Wut nur noch mehr und so passierte es, dass Loreng, der nur für eine Sekunde die Kontrolle über sich verlor, Ameliah einen Schlag versetzte. Seine Frau taumelte zurück, prallte gegen den vollen Köcher der an der Wand hing und als sie zu Boden stürzte folgte ihr ein Hagel spitzer Pfeile er ihren Leib durchbohrte. Die junge Frau schrei auf, zuckte und zitterte, dann schlossen sich ihre Lider und sie blieb regungslos liegen. Loreng aber war erstarrt. Er war wütend gewesen, zornig, voller Hass. Doch Ameliah zu verletzen, gar ihren Tod, das hatte er nicht gewollt. Er hatte sie geliebt - mehr als alles andere. Fassungslos stand er da, unfähig sich zu bewegen oder gar zu denken. Als sich dann plötzlich die Haustür öffnete und Loreng im nächsten Moment in das schockierte, verständnislose Gesicht Peloias starrte, verlor er vollkommen den Halt. Zuerst rannte er auf ihn zu, schrie ihn an, dass alles seine Schuld wäre, wollte ihn packen und erwürgen. Dann fing er sich, schleuderte Peloias zu Boden und rannte aus der Tür heraus davon. Er rannte, so weit sein Atem es zuließ, bis seine Lungen und seine Füße brannten. Was danach mit Loreng geschah, weiß niemand, denn niemand sah ihn seit dem je wieder.

Peloias aber lag am Boden. Er weinte. In dem Moment, da er seine Mutter hatte schreien hören, hatte er gewusst, das der Albtraum wahr geworden war. Vor Tagen schon hatte er geträumt wie sein Vater seine Mutter erschlug. Und wie noch nie zuvor hatte der blinde Junge sich erhofft, seine Träume seien nur Fantasien. Doch was eben geschehen war löschte jeden Zweifel in ihm aus. Langsam kroch er über den Boden in die Richtung, in der er seine Mutter zu spüren glaubte, tastete nach ihrem Körper, bis er ihre Wärme spürte…und den Pfeil der in ihrem Körper steckte. Dann folgte ein leises röcheln. Der Körper unter seiner Hand zuckte, Ameliah hustete. Sie atmete noch, auch wenn sie dem Tod näher war als dem Leben. "Peloias?" wimmerte sie. "Mein Junge bist du hier? Gib mir deine Hand, Junge".
Peloias zog sich näher zu seiner Mutter und brach nun hemmungslos in Tränen aus. "Vergib deinem Vater, hörst du? Es ist nicht seine Schuld. Er hat ein gutes Herz, weißt du…" Peloias glaubte ein Lächeln in ihrer schwach klingenden Stimme zu hören. "Er hat den Glauben an Wunder verloren. Zorn und Eifersucht Peloias, das sind die wahren Mörder. Dein Vater hat sich von ihnen blenden lassen. Peloias…Versprich deiner Mutter, dass du niemals den Weg der Tugend verlässt. Versprich mir dass du dem Weg der Götter folgst und nicht Rache, Hass oder Neid über dich gewinnen lässt…" Ihre Worte wurden leiser, ihr Atem war kaum mehr ein krächzen. Peloias wusste, dass sie sterben würde und so sehr er auch Hass auf seinen Vater spürte, so sehr versuchte er jetzt, diesen erlöschen zu lassen. Seine Mutter war so gütig, so sanft. Sie glaubte an das Gute in der Welt. Er würde sie nicht enttäuschen. "Ich…ich verspreche es Mutter. Ich ge…ich gebe mein Bestes…". Ameliah lächelte. Und auch wenn Peloias blind war so spürte er es. Er drückte ihre Hand, sie erwiederte den Händedruck. Dann erschlaffte ihr Körper.
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